Die folgenden Einstellungen beschreiben die aktuelle Konfiguration für den Betrieb in einem Einfamilienhaus mit ca. 92qm Wohnfläche, Baujahr 2001.
Es werden Flachheizkörper mit permanent geöffnetem Thermostatventil sowie eine Fußbodenerwärmung beheizt. Für die Warmwasserbereitung wird ein 120-Liter-Speicher
mit indirekter Heizung verwendet.
Die thermische Desinfektion wird manuell durchgeführt.
Heizen
| Modus | Manuell |
| Wunschtemperatur dauerhaft | 20°C |
| Sommer-Winterumschaltung | Auto |
| Heizung ausschalten bei | 16°C |
| Betriebsart | Manuell |
| Raum-Solltemperatur | 20°C |
| Wunschtemperatur für "Abwesend" | 20°C |
| Wunschtemperatur für "Boost" | 24°C |
| Laufzeit "Boost" | 1h |
Warmwasser
| Modus | Manuell |
| Warmwasserverfügbarkeit | Eco |
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Die WW-Aufheizung wird gestartet, wenn die gemessene Temperatur 10K unterhalb des Sollwertes liegt. Bei der Einstellung "Hoch" liegt die Differenz bei 5K.
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| Betriebsart | Komfort |
| Temperatureinstellungen: |
| Komfort | 55°C |
| Reduziert | 40°C |
| Extra-Warmwasser | 60°C |
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| Experteneinstellungen / Abweichungen von den Standard-Einstellungen |
Als Referenz für die folgenden Abweichungen wird die mitglieferte Anleitung "Installationsanleitung Systembedienheit Logamatic BC400-FO", 6721846862 (2022/01), herangezogen.
Ebenfalls aufgeführt sind Werte, zu denen aus der Anleitung kein (eindeutiger) Standardwert erkennbar ist.
Menü Inbetriebnahme - Seite 8
| Einbausituation | Einfamilienhaus |
| Heizkreis 1 | Am Wärmeerzeuger |
| Warmwasser-System 1 | Am Wärmeerzeuger |
Menü Wärmeerzeuger (Gas-Brennwertgerät) - Seite 8
| Heizen |
| Max. Heizleistung | 26% (4,9 KW) |
| Warmwasser |
| Max. Warmwasserleistung | 75% (14,3 KW) |
| Wechselbetrieb mit Heizung | Nein |
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Bei eingeschalteter Option kann der WW-Aufheizvorgang unterbrochen und auf Heizbetrieb umgestellt werden.
Dies ist nur dann sinnvoll, wenn der Aufheizzeit sehr lang ist und somit im Winter die Räume auskühlen könnten. |
| Pumpe
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| Pumpenkennfeld | Delta-p-1 (100mbar) |
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Mit der Einstellung "Delta-p-1" ist der thermische Abgleich am Heizkörper genauer durchführbar.
Die Modulation der Pumpe beträgt bei dieser Einstellung ca. 40% (wenn alle Thermostatventile voll geöffnet sind). |
| Regelungsart | Wärmeanforderung |
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Die Pumpe läuft permanent im Heizbetrieb. |
| Nachlaufmodulation | 30% |
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Lt. Anleitung ist 10% der Standardwert, am Gerät läßt sich allerdings nur 30% als kleinster Wert auswählen. |
| Sonderfunktionen |
| 3-Wege-Ventil in Mittelstellung | Nein |
Menü Heizen - Seite 10
| Heizkreis 1
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| Regelungsart | Außentemperatur mit Fußpunkt ("einfache Heizkurve") |
| Min. Vorlauftemperatur | 10°C |
| Heizkurve | Fußpunkt: 31°C Komfortpunkt: 0°C bei 10°C Endpunkt: 42°C |
| Frostschutz | Außentemperatur |
Menü Warmwasser - Seite 16
| Warmwasser-System 1
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| Temperaturen: |
| Max. Temperatur | 60°C |
| Komfort | 55°C |
| Reduziert | 40°C |
| Therm. Desinfektion: |
| Automatik | Aus |
| Temperatur | 75°C |
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Fußpunkt : 31°C
Komfortpunkt: 0°C bei 10°C
Endpunkt: 42°C
| Außentemperatur (gedämpft) | Vorlauf-Solltemperatur |
| -8,3 | 39 |
| -7,7 | 39 |
| -5,7 | 38 |
| -3,3 | 38 |
| -3,0 | 37 |
| -0,6 | 37 |
| -0,2 | 36 |
| +0,8 | 36 |
| +2,5 | 35 |
| +4,5 | 35 |
| +6,2 | 34 |
| +8,4 | 33 |
| +9,3 | 33 |
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| Einbausituation / Funktionsschema |
| Verfrühtes Einschalten des Brenners im Heizbetrieb |
In der Konfiguration des Wärmeerzeugers kann bestimmt werden, bei welcher Vorlauf-Isttemperatur der Brenner eingeschaltet werden soll.
Dies wird über folgenden Parameter bestimmt:
Einschalttemperatur-Differenz
Mögliche Werte: -2 bis -15 K, Standardwert -6 K
Erläuterung: Differenz zwischen aktueller Vorlauftemperatur und Vorlaufsolltemperatur bis zum Einschalten des Brenners.
Was bedeutet dies konkret bei einer Einschalttemperatur-Differenz von 6K?
Wenn die Vorlauf-Solltemperatur z.B. 40°C beträgt, dann würde sich der Brenner bei einer Vorlauf-Isttemperatur von 34°C einschalten.
In der sog. "Übergangszeit", also die Zeit der Heizperiode, in der wenig Wärme benötigt wird und daher die Vorlauf-Solltemperator niedrig ist,
wird allerdings dieser eingestellte Differenzwert nicht exakt berücksichtigt.
Eine videogestützte Versuchsreihe mit unterschiedlichen Vorlauf-Solltemperaturen lieferte folgende Werte:
| VL-Soll (°C) | Soll-Differenz (K) | VL-Ist (°C) | Ist-Differenz (K) | Abweichung |
| 27 | 6 | 24,2 | 2,8 | 3,2 |
| 30 | 6 | 26,2 | 3,8 | 2,2 |
| 31 | 6 | 26,9 | 4,1 | 1,9 |
| 32 | 6 | 27,6 | 4,4 | 1,6 |
| 33 | 6 | 28,4 | 4,6 | 1,4 |
| 34 | 6 | 29,2 | 5,8 | 0,2 |
| 35 | 6 | 29,0 | 6,0 | 0,0 |
| 40 | 6 | 33,9 | 6,1 | 0,1 |
VL-Soll: Vom Gerät ermittelte Vorlauf-Soll-Temperatur.
VL-Ist: Bei dieser Temperatur wurde der Brenner eingeschaltet.
Ist-Differenz: Differenz von Vorlauf-Soll- und Vorlauf-Ist-Temperatur beim Einschalten des Brenners.
Abweichung: Differenz von Ist- und Soll-Differenz.
Dieses Verhalten führt also in der Übergangszeit zu unnötig vielen Brennerstarts. Eine Anfrage beim technischen Kundendienst von Buderus ergab, dass es sich hierbei
nicht um einen Fehler, sondern um ein gewolltes Verhalten des Systems handelt: Ein Software-Algorithmus versucht bei VL-Temperaturen unterhalb von 35° C einzugreifen,
damit das System nicht mangelhaft mit Wärme versorgt wird.
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| Letzte Aktualisierung dieser Seite: 22.02.2026, 08:57 Uhr |
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