Glibber - Gedichte und Briefe
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An den Wohnungsmietamt

An den serr geerten Wohnungsmietamt!


Möchte bitte mir und meine Frau, 4 Jungen und 2 Medchen, zu gebben eine andere Wohnung, wo hat merr Zimmer, wohnen jetzt in Zimmer wo kochen, schlafen und trinken wir, was ganze Gesundheit von unserer Kerper macht kaputt. Wenn ich kommen nach Hause von Nachtschicht, dann ich nicht schlafen kann bei Tag und Nacht, weil keine meine sich immer schrein. Dem Auge ich nicht kriegen zu, weil der Koprenski, wo wohnt neben unserer Wohnung sich immer kloppt auf seiner Frau bei Tag und Nachtschicht.

2 Betten aufeinaner von uns an Bretterwand stehen, Ofen liegt gleich danebben. Ist bei schlafen immer so warm, daß man verbrennen Hintern. Meiner Tochter, wo schlafen an Wand, reißt sich immer Hintern von Nagel, was hat Koprenski gewixt in Wand für Bild.

Lieber herr Mietamt und dann ich noch sagen möchte, kommen sie bloß bekucken Abort. Wenn auf sich setzen tut ist lebensgeferrlich wegen Fußboden, welcher stinkfaul. Mit ein Bein wir stehen immer im Dreck. Überhaupt ist alles zu klein in Stube. Sagen sie sälber werter Wohnungsamt, ist angenäm, wenn hier Sittlichkeit und Anstand von mich und meine Frau und meine Kinder wird verdorben, wo den Koprenski seine Untermieter bei Astloch durch Bretterwand unsrige kucken bei uns in Bett und mich bei Verker mit Geschlecht von meine Frau mich stechen mit langen Stock wo Nagel ist dran.

Ich bitte zu besuchen mich, aber nich merr als 3, weil nich gehen alle rein in kleines Stube und bitte für mich sorgen, daß ich bekomme Wohnung mit Zimmer mähr.

Ich bitte zu entschuldigen meiner schlechten Schrift, bin gekommen gerade von Nachtschicht und schreibe mit Hand ganz zitterlich auf Fensterbank, weil sich wäscht meiner Frau auf Tisch gerade Oberkerber.


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 10.07.2008, 19:03 Uhr